frontier ahead 🇮🇱

Wieder einmal in umstrittenen Grenzgebieten unterwegs

Dieser Blog und somit auch unsere Reise haben inzwischen 1jähriges gefeiert, am 3. April 2022 sind wir aufgebrochen! Danke an alle die uns hier so fleißig die Treue halten 🙂

Tag 347 bis 351 (15.03.23 bis 19.03.23)
Distanz: 347km
Höchster Punkt: 1.120 m
Tiefster Punkt: -230 m
Rauf: 4.680 m
Runter: 4.436 m

Wir hatten uns nach der Erfahrung straßenverkehrlicher Art in Bethlehem fest vorgenommen, unter keinen Umständen noch einmal eine palästinensische Stadt zu befahren. Nach dem Nazi-Tomatenbauern und dem Abhängen im Regenschutzloch hieß es daher schon um kurz vor 6 die Biege zu machen und die Westbank nach Norden zu verlassen. Das gelang uns dann auch bereits gegen viertel vor acht, nachdem wir eine wunderschöne und vollkommen friedliche Stimmung zu Sonnenaufgang in satt grüner Landschaft erleben durften und an einigen israelischen Siedlungen vorbeigefahren waren, die natürlich im üblichen Hochsicherheitstrakt-Look daherkamen. Bei der Wiedereinreise nach Israel wurden wir tatsächlich kurz befragt wo wir uns in der Westbank aufgehalten hatten und ob uns jemand Pässe ausgehändigt hätte („Did someone give you to pass?“)

Dann war unsere Westbank-Experience auch schon wieder vorbei und hatte uns mäßig beeindruckt, immerhin aber auch nicht Angst und Schrecken gelehrt. Unser Ziel war der legendäre See Genezareth, über den einst Jesus gelaufen sein soll und der auch noch für einige weitere Bibel-Ereignisse Kulisse stehen musste. Eilig kamen wir vorwärts und streiften erneut die Grenze zu Jordanien, wo wir an einem kriegsbezogenen Gedenkort und Ausflugsziel für Schulklassen mal wieder beobachten konnten, wie selbstverständlich manch ein Israeli mit einer Pistole im Hosenbund herumläuft. Schließlich entdeckten wir auch, dass in Israel ganz offensichtlich Bananen in Gewächshäusern angebaut werden.

Schon am frühen Nachmittag erreichten wir den See und schlugen an einem Seebad unter einem großen Sonnensegel unser Lager auf. Während wir unser Essen verspeisten, räucherte uns eine dreiköpfige Gruppe russischstämmiger Angler mit ihrem Lagerfeuer ein, sodass wir manches mal genervt herüber schauten und schnaubten. Als wir dann mit unserem Essen fertig waren, luden uns die drei zu sich an den Tisch ein. Es wurde Whiskey und saure Gurken gereicht, da wir den Rinder-Eintopf ablehnen mussten. Eine Unterhaltung kam leider nicht zustande, da wieder einmal keine gemeinsame Sprache gefunden wurde. Allerdings meinte der eine in Usbekistan aufgewachsene Saufkumpane immerfort, dass Tilmann doch offenbar Russisch spräche, was er angeblich mit seinen drei Wortfetzen doch hinreichend bewiesen habe. Mit Hilfe von Übersetzungscomputern wurden wir gefragt, ob wir in Israel schon einmal eine solche Gastfreundschaft erlebt hätten und mussten dies aufrichtig verneinen. Angetrunken konnten wir nun auch das Lagerfeuer genießen und bemerkten, dass als die drei ihre Herkunftsländer aufzählten, neben Russland und Usbekistan auch Donjezk genannt wurde, vielleicht um sich bezüglich der staatlichen Zugehörigkeit nicht festlegen zu müssen. Als der Gaskocher nicht so richtig vermochte, das Teewasser zu erwärmen, amüsierte sich die ganze Runde über den Witz, Putin habe uns wohl das Gas abgestellt.

Am nächsten Tag verließen wir den See vorerst wieder, denn es sollte bergauf gehen in die Golan-Höhen und zwar bis zum Ende des Tages ganze 1.430 Höhenmeter. Diese dünn besiedelte Region gehört völkerrechtlich zu Syrien, wird aber seit dem durch Israel in einer unvergleichlichen Machtdemonstration gewonnenem Sechs-Tage-Krieg von der Siegespartei besetzt. Angesichts der Mühen die wir bei der Erklimmung hatten, fragten wir uns, wie das den israelischen Streitkräften nur gelungen sein konnte, während sie die syrischen aus ihrer strategisch viel günstigeren Lage einfach hatten ins Visier nehmen können. Wir hatten während unserer Tage im Norden Israels noch einmal etwas über eben jenen Krieg gelesen und mussten doch noch einmal sehr staunen, wie vernichtend die israelische Arme über die arabischen Streitkräfte hinweg gefegt war (wobei ggf. in einem Krieg die angreifende Partei grundsätzlich deutlich im Vorteil ist? Vielleicht kann uns der Militärexperte 42Luftballons hierzu seine fachkundige Meinung mitteilen). Kein Wunder, dass dies bei den Besiegten ein großes Trauma hinterlassen hat, das weitere Kriege nach sich zog. Die Gegend lag allerdings mehr als 50 Jahre nach dem Krieg in einer unvergleichlich friedlichen Stimmung dort, die der eingebrochene Frühling in grün und Blüten ihr verlieh. Lediglich die vielen Hinweisschilder auf Minen-Gefahr zeugten zunächst von der unheilvollen Vergangenheit.

Schließlich krabbelte uns noch ein zunächst giftgrünes Chamäleon vor die Räder, dass beim erobern unserer Felgen seine Farbe tatsächlich zu schwarz wechselte. Der Besuch eines Wasserfalls, die unendlichen Obstplantagen am Wegesrand und friedlich auf dem Fahrradweg rastenden Kühe ließen uns tatsächlich sogar fast die Minen-Warn-Schilder vergessen, bis wir am Nachmittag an einer ausgebombten Moschee umringt von verlassenen zerstörten Wohnhäusern vorbei kamen, die uns wieder ein wenig in die Realität zurück holte. Der Konflikt ruht hier bekanntermaßen lediglich. Zwischen Syrien und Israel gibt es bis heute keinen Friedensvertrag.

Am kühlen Morgen begrüßte uns ein Fuchs, der ganz unscheu am Straßenrand hockte und sich kratzte. Schade dass er uns nicht biss, unsere Tollwut-Impfung scheint sich mal wieder nicht zu lohnen. Wir fuhren auf den schneebedeckten Gipfel des Hermon-Massivs (2.841 m) zu, als wir uns auf wenige hundert Meter der syrischen Grenze näherten. Auch hier war alles ganz friedlich, auch wenn die Minenwarnschilder kein Ende nehmen wollten, über viele Kilometer hinweg hätte man die Straße links und rechts nicht verlassen können. Ein wenig schmunzelnd nahmen wir wahr, das in Israel Windkraftanlagen als Aussichtspunkt angepriesen werden. Daran sollten sich mittelhessische Bürgerinitiativen mal ein Beispiel nehmen. Alle paar Kilometer fanden wir Gedenkplätze, allesamt mit Kriegsbezug.

Schließlich kamen wir nach längerer Zeit wieder einmal durch eine größere Ortschaft und wunderten uns über die an vielen Häusern und Kreisverkehren gehisste Flagge, die an die Seychellen oder auch die LBGTQ-Community erinnerte. Eine kurze Internetrecherche später lernten wir, dass es sich um die Flagge der Drusen handelte, eine arabisch-sprachige Minderheit, die im Gegensatz zu den syrischen Bewohnern von Golan durch die Israelis nicht vertrieben wurden. Einige Tage später in Tel Aviv sollten wir noch mithilfe eines Übersetzers mit einem Drusen ins Gespräch kommen. Ihm war sehr wichtig zu betonen, dass die israelische Drusen sehr eifrig den Militärdienst wahrnähmen, im Verhältnis mehr als die israelischen Juden. Ganz offensichtlich warn die Dörfer, die wir nun sahen arabisch geprägt, aber keinesfalls ärmlich. Da Drusen auch unter muslimischen Arabern häufig diskriminiert werden und in Israel gut leben, identifizieren sie sich hier sehr stark mit dem Staat.

Von dort stürzten wir uns in die Tiefe und schossen durch eine wunderschön grüne Berglandschaft, an deren Hängen sich immer wieder Siedlungen in die Höhe zogen und die auf einem ihrer Gipfel die Burg des legendären Held und König Nimrod trug. Schon bald hatten wir das syrische Grenzgebiet verlassen und waren nun dem Libanon ganz nah, der bekanntermaßen auch keinen Grenzübergang zu Israel besitzt. Wobei das nicht 100 % korrekt ist, wie wir wenige Stunden später lernen sollten.

An einem Kreisverkehr fragten wir uns, wohin wohl die Straße Richtung Westen führte, denn diese war als einzige nicht mit Hinweisschildern versehen. Ein Blick auf die Karte verriet uns, dass sie zum Ort Ghadschar führte, der offenbar direkt auf der Grenze zum Libanon lag. Das wollten wir näher in Augenschein nehmen. Doch zunächst sahen wir nur einige Kühe hinter einem mächtigen Grenzzaun. Irgendwie wirkte dieser durch die Rinder nicht mehr wie eine Grenzbefestigung sondern wie ein maßlos übertriebener Weidezaun. Das ergab nun allerdings auch keinen Sinn, da Kühe ja nicht einmal über einen hüfthohen Draht zu hüpfen vermögen. Die Anlage mit den dahinter steil aufragenden üppig bewachsenen Bergen erinnerte eher an das T-Rex-Gege aus dem ersten Jurassic Park Film. Ob dieser wohl auf Diät war?

Ghadschar, das überwiegend von Alawiten bewohnt wird, gehörte bis zum Sechs-Tage-Krieg zu Syrien, danach fiel die Ortschaft unter israelische Kontrolle. Zwischen 1978 und 2000, die Zeit der israelischen Besetzung des südlichen Libanon, wurde die Ortschaft auf libanesischem Gebiet nach Norden erweitert. Nach dem Rückzug der Israelis verlief die Blaue Linie mitten durch den Ort, wobei rund drei Fünftel der Ortschaft im Libanon liegen und der Rest unter israelischer Verwaltung. Da sich beide Seiten nicht einigen konnten, auf welche Seite die Ortschaft fallen solle wurde die Ortschaft geteilt. Entlang der Grenze wurde ein Zaun errichtet, wobei die von israelischen Soldaten überwachten Durchlässe es den Bewohnern ermöglichten, von einer auf die andere Seite zu gelangen. Die Einwohner Ghadschars haben vor dem Libanonkrieg 2006 fast keine Kontakte mit den umliegenden libanesischen Ortschaften gehalten. Im Jahre 2005 hat die Hisbollah den Ort besetzt, wurden aber von der israelischen Armee zurückgedrängt. Nach dem Waffenstillstand hat Israel einen zweiten Zaun errichtet, der die im Libanon liegende Nordhälfte des Ortes von der libanesischen Umgebung abtrennt.Wir hatten also praktisch doch einen Abstecher in den Libanon gemacht auf unserer Reise.

Nachts schlugen wir unser Lager am Rande einer Apfelbaum-Plantage auf. Es schien sehr friedlich dort und da der Sabbath begonnen hatte, rechneten wir auch nicht damit, dass hier noch jemand auftauchen würde. Doch als wir bereits im Zelt lagen, hörten wir ein Auto anpoltern. Wir erschraken, denn unser Zelt stand sehr nah am Wegesrand und der Wagen war offenbar ohne Licht unterwegs. Schnell hüpften wir aus dem Zelt, um im Notfall auf uns aufmerksam zu machen und nicht überfahren zu werden. Doch er schlug an der Gabelung einen anderen Feldweg ein. Wir hörten ihn ein paar Meter weiterfahren, dann aussteigen und schließlich fielen zwei Schüsse. Das war uns nun auch gar nicht geheuer und wir verfluchten, dass hier jedermann mit einer Waffe herumlaufen konnte und nachts in Apfelplantagen schoss und aus Versehen vielleicht zwei weitestgehend unschuldige Radfahrer treffen könnte. Zum Glück, waren wir nicht das (unbeabsichtigte) Ziel und hofften einfach, dass der Mörder auch nicht bemerkte, dass wir Zeugen waren. Er fuhr kurze Zeit danach wieder davon und zwar so weit von unserem Zelt entfernt, dass wir nicht notgedrungen doch noch auf uns aufmerksam machen mussten.

Am nächsten Vormittag waren wir schließlich zurück am See von Genazareth, wo wir eine traumhaft gelegenes orthodoxe Kirche besuchten. Schon bald mussten wir aber das Flachland verlassen, um auf dem Weg zum Mittelmeer einen weiteren Gebirgsrücken zu überqueren. Nicht nur der Anstieg machte uns zu schaffen, auch der Wind hatte sich mal wieder gegen uns verschworen.

Nach weniger als 50 km entschieden wir, dass es keinen Sinn mehr machte und wir suchten für die Nacht Unterschlupf in einem Bunker am Rande einer kleinen Siedlung, denn zu allem Überfluss war für die Nacht Regen angesagt. Im Bunker blieben wir leider nicht lange unentdeckt und wurden rüde darauf hingewiesen, dass der Regen kein Argument sei, da es die nächsten drei Tage regnen solle. Morgen wolle man uns hier nicht mehr sehen.

Der Bunker hatte dummerweise in seinem Zentrum ein Loch in der Decke über dass wir in der Nacht unseren Regenschirm gespannt hatten. Dieser hatte den Sturm jedoch nicht lange überlebt und so war er kaputt und unser Zelt ein wenig nass. Dennoch hatte ein Verbleib in der niedrigen Betonkuppel aus verschiedenen Gründen keine Zukunft und so nutzten wir die erste Regenpause für den Aufbruch.

Lange hielt diese Pause jedoch nicht an und so mussten wir uns schon nach wenigen Kilometern wieder unterstellen. So ging es den Tag über weiter während wir uns die Berge in Richtung libanesische Grenze hocharbeiteten: Genaugenommen arbeiteten wir uns von Bushaltestelle zu Bushaltestelle vorwärts. Bald waren wir ziemlich nass und erschöpft und im wahrsten Sinne ziemlich durch den Wind. Was fehlt da noch zum Unglück des Radfahrers? Natürlich ein Platter, den Julia sich bald eingefangen hatte. Also diese Schwalbe-Antiplatt halten nicht wirklich was sie versprechen. Zu allem Überfluss stellten wir fest, dass das Ventil des in Arad neu erworbenen Schlauchs nicht durch die entsprechende Bohrung in der Felge passte. Und fast sah es so aus, als ob uns auch die Vulkanisier-Lösung ausgegangen sei, aber den aller letzten Flicken kriegten wir dann doch noch auf den Schlauch.

Zum Nachmittag trügte uns dann kurzzeitig der Schein der wieder erwachten Sonne, doch die Freude sollte nur von kurzer Dauer sein. Dass die Umgebung schön war, nahmen wir wohl wahr, konnten es aber kaum genießen. Auch reizte der Besuch des Mittelmeers kaum, da wir schon genug Wasser von oben abbekommen hatten. Auf der Suche nach einem geschützten Schlafplatz unter irgendeinem Dach sollten wir zunächst kein Glück haben und so sah es schon aus als ob wir das Zelt auf dem freien Zeltplatz in einem Pinienwald beim Ort Liman aufschlagen mussten. Der war zwar recht hübsch und mit Bänken und Tischen ausgestattet, aber der Boden war schon völlig aufgeweicht und das dünne Nadellaub vermochte den weiterhin von oben nachströmenden Regen nicht wirklich zurückzuhalten. Wir wollten uns damit aber nicht zufrieden geben und durchstreifen daher zu Fuß noch einmal die nähere Umgebung. Und tatsächlich wurden wir fündig unter dem Vordach eines verlassenen Amüsier-Komplexes neben einer Tankstelle. Hier war es zwar alles andere als schön, aber in diesem Moment störte uns das Ganze um uns herumliegende Gerümpel herzlich wenig und wir waren froh, als der Chef des dort an der großen Wiedereröffnung werkelnden pakistanischen Arbeiters unseren Aufenthalt absegnete uns uns sogar noch zwei Stühle spendierte. Das Mittelmeer sollten wir dann endlich am kommenden Tag erreichen!

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15 Gedanken zu “frontier ahead 🇮🇱

  1. Hallo Zusammen,
    Glückwunsch zum Einjährigen!!
    Sehr beeindruckende Bilder und Berichte, die ich immer wieder gerne verfolge.
    In meiner Berliner Zeit gab es dort in Kaisers Kaffee-Geschäften ( mit dem Logo der Kaffeekanne) einen vorzüglichen Rotwein von den Golanhöhen.
    Den haben Sie aber wohl leider nicht vor Ort probieren können?
    Weiterhin alles Gute und bleibt gesund!

  2. Ich glaube, man geht generell immer noch davon aus, dass der Angreifer in „normalem“ Gelände eine dreifache und in urbanem Gebiet eine sechsfache Überlegenheit braucht, für eine relativ hohe Möglichkeit den Angegriffenen zu besiegen. Natürlich spielt auch der Überraschungsmoment eine erhebliche Rolle. Ansonsten verweise ich auf den Wikipedia-Artikel zum Thema 😀

    https://de.wikipedia.org/wiki/Sechstagekrieg

    Ist das runde, um den Baum gebaute Häuschen mit Tür und Schornstein etwa eine Sauna?

    1. Der Artikel zum Sechstagekrieg beantwortet ja nicht allgemeine Fragen zum Kriegswesen! Aber ja, den hatten wir auch bereits studiert.
      Eine Sauna könnte sein. Allerdings ist das Saunieren im mittleren Osten nicht besonders populär, daher würden wir es als eher unwahrscheinlich einstufen.

  3. Wahnsinn, dass ihr nun schon ein Jahr unterwegs seid. Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum und weiterhin viel Spaß, tolle Eindrücke und wenig Platte…

  4. was heißt : keine Schultern?
    Und ja: herzlichen Glückwunsch,
    (langsam merke ich, wie lange ihr weg seid)

  5. Danke für den Link zur Morddefinition aber wie geil ist denn bitte das Chamäleon? Ich meine, das macht ja auch nur, was alle so machen: Nahrung aufnehmen, um die darin enthaltene Energie für sich selbst zu nutzen und dabei Entropie erzeugen, um dann fit zu sein für die Fortpflanzung, um seine Erbinformation in eine neue Hülle zu packen, weil die alte irgendwann marode wird. Um die Wahrscheinlichkeit zu verringern, zwischendurch selbst als Energiespender zu enden, wechselt das Wesen einfach die Farbe von grün nach schwarz, als wolle es ein fragwürdiges bundespolitisches Zeichen setzen aber es geht ihm lediglich darum, seine Haut zu retten.
    Ja, ich habe zuletzt viel gekifft und ich liebe Tiere.

    1. Das Chamäleon gilt ja als Sinnbild für gelungene Tarnung. Aber ehrlich gesagt war der Kollege den wir getroffen haben da nicht so der große Held. Außer grün und blau fiel dem nicht viel ein, daher habe ich ihn auf dem weiß geschotterten Weg ja auch direkt entdeckt. Da war der Kraken in Eilat schon eindrucksvoller. Sympatisch war der kleine Kerl natürlich trotzdem.

  6. Ich dachte erst Tilmann will sich mit der Raupe auf dem Stöckchen die Zähne putzen
    Ich kann euch ja Mal beißen, kann nicht versprechen, dass ich ansteckend bin, aber ich fühle mich zumindets manchmal als hätte ich Tollwut.
    Manchmal fühle ich aber auch getarnt und unauffällig wie ein (besser geübtes) Chamäleon.
    Der T-Rex war wirklich auf Diät. Er macht seinen Fastenmonat dann wann er will. Wer will es ihm auch vorschreiben, er ist ja schließlich ein T-Rex und kann einfach alle aufessen die ihn deswegen nerven.

      1. Ist das so üblich, sich gegenseitig zu beißen?
        Oder habe ich schon wieder einen Trend verpasst? 🤨
        Und selbst wenn heißt das ja nicht, dass der Mensch mir das mit der Tollwut dann im Nachhinein erzählt haben muss…
        Bei Kindern erzählt man das vielleicht früher oder später wegen der Alimente…
        Aber nicht alle reden offen über Biss-übertragbare Krankheiten.

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