warum will die schildkröte die straße überqueren? 🇬🇷

Tag 40 bis 48 (12.05. bis 20.05.22)
Distanz: 559 km (∑
3.380 km)
Höchster Punkt: 940 m
Tiefster Punkt: 10 m
Rauf: 3.740 m
Runter: 4.650 m

Tilmann: Oh Julia! Du bereistes, wie ich, das Land nördlich der Ägäis von der Provinz Florina bis zur Provinz Alexandropoli, vorbei am Thermaischen und dem Thrakischen Meer.

Julia: Selbst war ich da, oh Tilmann!

Tilmann: Wurdest du wie ich Zeuge der vielen Chelonia, denen ihr Begehren es war unseren Weg zu queren?

Julia: Wahrhaftig zählte ich derer viele. Doch nicht nur unseren Weg querten sie sondern auch jenen der vielen Automobile. Dies sorgte mich in jedem einzelnen Moment.

Tilmann: Du sprichst aus, was auch meine Gedanken in Bewegung hielt. Daher, oh Julia, ich möchte die Frage an dich richten: Warum will die Schildkröte die Straße überqueren?

Julia: Oh Tilmann, geh in dich und überlege, ob dies bereits der Kern des Rätsels ist. Ist nicht zunächst zu klären, ob der Tat der Schildkröte ein wahrer Wille innewohnt? Ist es nicht möglich, dass sie handelt ohne Wille, doch aus Motiven die es zu ergründen gilt?

Tilmann: Fürwahr ein Ansatz, den ich bisher außer Acht gelassen habe! Was also könnte der Antrieb sein, der die Schildkröte zu diesem Handeln veranlasst…

In Griechenland haben wir ein neues Hobby entdeckt: Schildkröten über die Straße tragen. Wer unseren Blog aufmerksam verfolgt weiß, dass wir uns dazu bereits in Bosnien zum ersten Mal veranlasst sahen, aber in Griechenland wurde es quasi zum Alltag. An den vielen an zerplatze Melonen erinnernde Kadavern auf den Straßen ließ sich zwar erkennen, dass wir nicht alle retten konnten, aber ein gutes Dutzend dürfte es doch gewesen sein. Allerdings war es nicht immer leicht auf der anderen Seite einen geeigneten „Abstellplatz“ zu finden, denn dort erwartete unsere kleinen gepanzerten Kameraden oft ein ca. 30 cm hoher Bordstein bzw. eine Fahrbahneinfassung. Wir waren uns nicht sicher inwieweit es für die Schildkröten hilfreich war, dass wir sie in der Regel auf der Kante absetzten, dennoch pinkelten uns einige vor Freude an, sobald wir sie in die Höhe hoben.

Nachdem wir die Grenze von Nord- nach Westmazedonien hinter uns gelassen hatten, dauerte es geschlagene 70 km bis wir wieder auf einen Supermarkt stießen und einen Einkauf tätigen konnten. Auch Cafés und Restaurants gab es keine an unserer Strecke. Wir waren überrascht wie „leer“ das Land war. Insofern waren wir nun doch froh, dass wir in Bitola hungrig eingekauft hatten, denn so waren wir für diese unerwartete Durststrecke gut versorgt. Zunächst durchquerten wir in der Ebene von Lynkestis endlose Agrarflächen, bevor wir uns nach Osten wendeten und auf das Voras-Massiv zusteuerten, dessen südliche Ausläufer wir am Nordufer des Vegoritida-Sees überwanden. Nach ein paar unerfreulichen Begegnungen mit Schäferhunden entschied sich Tilmann während einer erneuten langwierigen Verfolgung durch zwei besonders hartnäckige Kläffer, dass ein wohl dosierter Pfefferspray-Spritzer auf die Hundenasen vertretbar wäre. Die beiden schnaubten nur kurz und schütteten den Kopf, hatten sie doch die kleinst mögliche Dosis abbekommen, waren aber dennoch beeindruckt genug, um umgehend inne zu halten. Die Hundehorden, die uns nun regelmäßige am Reifen hingen (einer versuchte auch in diesen hineinzubeißen), beschützten die Schafe, die die Landschaft geprägten, durch die wir nun fuhren: Magere Wiesen, angeknabberte Büsche, junge Bäume, die um zu überleben Stacheln hatten, ab und an standen die einfachen Häuser der Hirten am Wegesrand. Obwohl die Hunde nicht gerade gastfreundlich waren, verlockte uns die weitläufige Landschaft und die 100 Kilometer, die wir bereits in den Beinen hatten, hier unser Zelt aufzuschlagen. Um sicher zu gehen, versuchten wir eine Bäuerin zu fragen, ob dies ok wäre. Trotz Zeichensprache und unserem mitgebrachten Zeige-Wörterbuch, mit dem wir mehrmals auf das Bild eines Zeltes zeigten, waren wir uns nicht ganz sicher, ob sie unser Anliegen wirklich verstand, da sie immer nur mit den Schultern zuckte. Doch dann realisierten wir, dass sie uns damit nur mitteilen wollten: „Das ist mir doch egal“. Sie zeigte dann wiederum auf ihren Hof, der jedoch von Hühnern, Hunden und Pferden bevölkert war und etwas ungepflegt auf uns wirkt. Deshalb lächelten wir freundlich und zogen hinter den nächsten Hügel weiter. Auch die Befürchtung in der Nacht doch noch von den Hundehorden oder unwahrscheinlicher von Wölfen oder Bären heimgesucht zu werden, bewahrheitete sich nicht und so verbrachten wir eine sehr ruhige Nacht in dieser rauen Gegen in 900 m Höhe.

Auch der nächste Morgen überraschte uns mit einer wunderschönen Landschaft: Sobald wir wir das Hochplateau verließen, umwucherte dichtes Grün die Straße. Und tatsächlich, im Norden von Griechenland fuhren wir durch die bisher am dünnsten besiedeltste Gegend unserer bisherigen Reise. Als wir endlich doch auf ein Dorf stießen und unsere Lust auf Kaffee wuchs, teilte uns ein Dorfbewohner auf Deutsch mit, dass wir hierfür noch 20 Kilometer fahren müssten. Zwei weitere Dorfbewohner sprachen uns kurz an und gaben uns Ratschläge zu unserer Weiterfahrt, ebenfalls mit mehr oder weniger gutem Deutsch. Diese Erfahrung sollten wir nun noch häufiger machen, die Auffrischung unserer Englischkenntnisse kam damit ins Stocken, stattdessen konnten wir nun einmal Reinschnuppern, wie es sich für englische Muttersprachler anfühlen muss, die, egal wo sie hinkommen, in ihrer Sprache verstanden werden. Sehr viele Griechen waren zumindest für ein paar Jahre in Deutschland gewesen, hatten sich solide Sprachkenntnisse angeeignet und freuten sich, diese nun einmal wieder bei uns anwenden zu können.

Nach der Fahrt durch Obstplantagen – diesmal hauptsächlich Kirschen, leider hatten wir die Blütezeit aber anscheinend gerade eben verpasst – und einem größeren geschützten Sumpfgebiet, kamen wir endlich bei besagtem Café an, bekam von der (deutschsprechenden) Inhaberin unsere dringend benötigte Koffeindosis und konnten uns damit an die Planung machen, wie es eigentlich weitergehen soll. Wir entdeckten über den Whatsapp-Status von Kathrin, die uns nun einige Stunden voraus war, dass es in der nächsten Stadt, Edessa, einen Wasserfall geben soll. Beinah wären wir daran vorbei gefahren. Dort angekommen, waren wir zwar entsetzt von den Horden an Schulkindern, die wie überall auf der Welt vertrottelt in Durchgängen herumstanden und in regelmäßigen eruptiven Prozessen kollektiv eine Mischung aus hysterisch Schreien und überdrehten Lachern hervorbrachten. Dennoch waren wir natürlich nachsichtig, ob deren Wunsch diesen besonderen Ort zu besuchen. Die Stadt Edessa liegt an einer Geländekante, an der die Hochebene des Vegoritida-Sees einfach abbricht und der Fluss Edessos vom größten Wasserfall namens Karanos aus 70 Meter in die Tiefe stürzt. Hinter dem Wasserfall, als wäre es der Besonderheiten nicht genug, befindet sich auch noch eine kleine Tropfsteinhöhle, die weiterhin wächst und damit eine besonders seltenes Phänomen ist. Die alten Griechen hatten diesen Ort natürlich auch bereits als etwas extraordinäres angesehen und einen Tempel mit Blick auf den Wasserfall errichtet, dessen Überreste wir auch noch besuchen konnten.

Mit der Abfahrt aus Edessa befanden wir uns nun in einer weitläufigen Ebene, die ebenfalls für den Obstanbau genutzt wird – diesmal Nektarinen und Kiwis. Zwischen den Plantagen gab es alle 10 km einen kleinen schachbretthaft angelegten Ort, deren Mittelpunkt eine orthodoxe Kirche bildete, wo immer ein Picknicktisch sowie ein Brunnen mit Trinkwasser zu finden war – sozusagen das Paradies für Fahrradreisende. Im Schatten der Obstbäume war auch das Radeln an diesem heißen Tag angenehm. Doch dann wechselte die Bewirtschaftung zu Getreide und umgepflügten Äckern, der Hunger wurde größer, doch genau da war mal wieder weit und breit kein Rastplatz in Sicht. Zu allem Überfluss nahm der Gegenwind zu und der Weg wurde steinig und sandig. Unsere Lebensfreude verabschiedete sich zwar nicht gleich in den Urlaub, eine kleine Verschnaufpause meinte sie jedoch sich schon genehmigen zu müssen. Als wir nach der Durchquerung eines trockengefallenen Flussbettes endlich das nächste Dorf erreichten, hätten wir uns auch mit dem Schatten einer Bushaltestelle begnügt und waren dann überaus entzückt, als wir eine kleine schöne Kirche mit gepflegtem Garten und Picknickbank entdeckten. Als wir uns gerade setzten, kam der Pfarrer um die Ecke und grüßte, wenn auch nicht gleich besonders überschwänglich, sodass Tilmann in einem ersten irrationalen Impuls schon befürchtete der Rastplatz wäre Pilgern vorbehalten und wir unerwünscht. Selbstverständlich war das Gegenteil der Fall und wir wurden im Ort willkommen geheißen. Während wir mit unserem Vesper begannen füllte sich der Kirchhof mit Kindern, deren Eltern und weiteren Gemeindemitgliedern. Kurz darauf bekam wir einen Kaffee angeboten, den wir natürlich nicht ausschlugen. Hinzu kam ein großer Teller mit sehr süßen Keksen, schließlich wurden noch Bier und Vanillekipferl gereicht. Bald gesellten sich einige Dorfbewohner zu uns, von denen viele etwas bis sehr viel Deutsch sprachen. Alle waren ausgelassen, sehr interessiert an unserer Reise und schlossen uns offenbar gleich in ihr Herz, da Julia von einer älteren Dame minutenlang in den Arm genommen wurde als ein gemeinsames Foto geschossen werden sollte. Schließlich bekamen wir die Kirche gezeigt und die Historie des Dorfes erläutert. Wie wir bereits vermutet hatten, war dieses, wie auch die anderen Dörfer der Umgebung erst in der 50er Jahren mit dem Großwerden des Obstanbaus entstanden, dafür hatte aber zunächst ein damals noch vorhandener See trockengelegt werden müssen. Die Gastfreundschaft des Dorfes Paralimni hatten uns aufs unserem Nachmittagstief gerettet und wir fuhren beschwingt in den Abend hinein. Mal im Ernst, wir waren noch immer in der EU unterwegs, also quasi fast noch in Deutschland. Diese Willkommenskultur hatte schon fast klischeehafte Züge (was natürlich nicht im Mindesten einen Funkten von Kritik abbilden soll!), mit so etwas hatten wir frühestens am Hindukush gerechnet, der allerdings eigentlich auch gar nicht auf unserer Route liegt.
Wir hatten das Angebot ausgeschlagen auf dem Kirchhof zu zelten, da wir noch näher an Thessaloniki herankommen wollten. Quittiert wurde diese Entscheidung mit dem bisher wohl schlechtesten Schlafplatz im Zelt nur unweit der Hauptstraße E02 auf einer Wiese, wo wir zunächst ein Fleckchen ohne Müll und Disteln finden mussten und wir uns aufgrund der hohen Konzentration von ca. 40 Mücken pro m³ Luft dazu entscheiden das kalte Abendessen im Zelt einzunehmen.

Von dort war es am nächsten Morgen nur noch ein Katzensprung von ca. 30 km in das Zentrum von Thessaloniki, wo wir uns ein kleines Appartement mit Kochnische gönnten.

An dieser Stelle ein kleiner Einschub zum Thema Wäschewaschen: Wie bereits in vorherigen Beiträgen angedeutet, sind die Möglichkeiten unsere Kleider zu waschen rar gesät. Handwäschen brauchen viel Zeit und die Kleidung trocknet trotz anstrengendem und textilschädigendem Wringen nicht schnell genug, häufig sind versprochene Waschmaschinen nicht vorhanden oder funktionieren nicht oder es wird mindestens 5 Euro für eine Waschmaschine verlangt, einmal auch 8 Euro, was wir als äußerst unangemessen empfinden. Nach einem Tag Schwitzen und durch Staub oder Matsch fahren, könnte man eigentlich sogleich wieder die Kleidung waschen, eine tägliche Wäsche wäre aber angesichts dieser Preise ein wirklicher Luxus, sofern überhaupt regelmäßig ein entsprechendes Angebot bestünde. In Thessaloniki wollte die nur griechisch sprechende Hausdame 5 Euro für die Waschmaschine und 5 Euro für den Trockner. Den Trockner wollten wir uns sparen und sind sowieso der Meinung, dass die ganzen Outdoor-Synthetik-Sachen, dieses nicht gut vertragen. Jeweils hintereinander versuchten wir dies der Hausdame zu erklären, bekamen von ihr aber wiederum die Vorzüge eines Trockners erläutert – offensichtlich dachte sie, dass wir nicht wüssten, was ein Trockner ist – sie hielt uns zwei Lappen hin, die wir anfassen mussten: Einen nassen, dabei zeigte sie auf die Waschmaschine und einen trockenen, dabei zeigte sie auf den Trockner. Die Pointe bezüglich des von uns regelmäßig als zu teuer empfundenen Wäscheservice ist, dass wir sie bisher kein einziges mal bezahlen mussten. Mal lag es am Personalwechsel zwischen Auftragserteilung und Abreise, mal war es, so wie in Thessaloniki, dass die zuständige Person über mangelnde Wechselgeld-Kontingente verfügte.

Die Einfahrt in die zweitgrößte Stadt Griechenlands (ca. 326.000 EW) beeindruckte insoweit, als dass wir zwar bis kurz vor dem Stadtkern ausschließlich durch schmucklose Gewerbegebiete fuhren, diese jedoch anders als andere Städte in Europa ausschließlich in griechischer Hand waren. Kein Max Bahr, kein Praktiker, kein Kaufland, kein Lidl, kein Carrefour. Die Straßen machten einen ziemlich rauen Eindruck und wir sahen erstmals auf unserer Reise auch deutliche Zeichen echter Armut, beispielsweise Menschen, die in riesigen Handkarren Müll sammelten, um diesen irgendwo gegen ein paar Cent eintauschen zu können. Auch dies wiederum hätten wir eher schon zu einem früheren Zeitpunkt unserer Reise erwartet, die Länder des ehemaligen Jugoslawiens und Albanien hingegen erschienen uns überraschend wohlhabend. Beim ersten Stadtbummel am Nachmittag gab die Innenstadt ein äußerst zwiespältiges Bild ab: Die meisten Ladenzeilen waren dauerhaft geschlossen, verrammelt und vergammelt. Doch die zahlreichen Restaurants und Kneipen waren sehr individuell und schick gestaltet sowie gut gefüllt mit üppig speisenden Griechen, die das Leben in vollen Zügen genossen. Daran wollten wir auch teilhaben und stürzten uns gegen Abend gemeinsam mit Kathrin aus Limburg, die wir mittlerweile wieder eingeholt und uns mit ihr zum Bier trinken verabredet hatten, ins Nachtleben. Wir waren begeistert: Volle Bars, laute Musik, viele Menschen in Feierlaune. Da floss das Bier schnell, doch die Rechnung ließ uns fast vom Barhocker fallen: Für 13 Bier durften wir 65 Euro zahlen. In der Annahme eine besonders teure Bar erwischt zu haben, versuchten wir unser Glück noch einmal um die Ecke: Doch 5 Euro für ein 0,33-Bier schien hier der normale Preis zu sein. Wir ließen uns die Stimmung trotzdem nicht verderben, vor allem, weil wir ohne uns vorab informiert zu haben in einen scheinbar sehr angesagten Club (ohne Eintritt) stolperten und endlich einmal wieder die Gelegenheit zum Tanzen zu elektronischer Musik bekamen.

Etwas verkatert stiegen wir am nächsten Tag wieder aufs Rad, es zog uns raus aus der Stadt in die Natur. Zunächst mussten wir allerdings mal wieder eine ganze Weile durch etwas langweilige und staubige Agrarlandschaft fahren, nachdem wir die nördlich und östlich von Thessaloniki gelegenen Hügel überwunden hatten. Nun waren wir der Sonne ungeschützt ausgesetzt und fuhren zudem parallel zur Autobahn in manche Sackgasse, da die Aktualisierung des Kartenmaterials offenbar dem Verfall des Nebenstraßennetzes nicht Schritt halten kann. Nachmittags kamen wir am Volvi-See an, wo wir eine Kaffee-Pause einlegten (abermals erstaunt, dass die Preise deutlich höher sind, als in Deutschland) und wurden während unserer Rast von Kathrin eingeholt. Gemeinsam fuhren wir weiter und freuten uns alle drei, als die karge trockene Landschaft ganz plötzlich in ein Tal mit klarem Flüsschen und einem verwunschenen Wald überging. Obwohl unser Plan war, noch bis an die Küste zu fahren, war uns allen klar: Wo es so schön ist, muss man bleiben. Schnell fanden wir einen geeigneten Platz für ein Nachtlager und sprangen in den Fluss, der überraschenderweise eine sehr angenehme Temperatur für ein Bad hatte.

Wir stehen meistens schon vor 7 Uhr auf, brauchen aber etwa 1,5 bis 2 Stunden, um alles wieder einzupacken und zu frühstücken. Kathrin braucht etwa genauso lange, schläft aber wesentlich länger. Deshalb setzten wir uns am nächsten Tag getrennt in Bewegung. Nach kurzer Fahrt, stießen wir bei Nea Vrasna an die Küste, die in dieser Gegend geprägt ist durch flache lange Strände, mit wenigen schattenspendenden Bäumen, dafür vielen schattenspendenden Cafés und Restaurants und ein paar Bunkern, die mittlerweile schief am Strand oder schon halb im Meer herumliegen und Julia an die französische Atlantikküste erinnerten. Das Wasser war bereits hier herrlich türkisblau und bald wurde auch die Küstenlandschaft immer schöner: Felsiger und bewaldet, noch dazu kaum besiedelt. Eigentlich mal wieder viel zu schön, um weiterzufahren. Doch hier zeigt sich die Problematik, die wir häufig haben: Schön ist es meistens dort, wo niemand ist, aber dann ist weit und breit kein Wasser und kein Essen zu kriegen. Immer wieder stellen wir uns die Frage: Sollen wir mehr Vorräte mitnehmen, damit aber gleichzeitig immer das ganze Gewicht rumschleppen? Es ist wie mit dem bekannten Bus-Phänomen. Kauft man üppig ein, kommen hinterher 10 weiter Läden. Kauft man nur einen schnelles Snack, kommt kein Laden mehr und man muss länger weiterfahren, als man möchte.

Immerhin machten wir so an diesem Tag noch einiges an Strecke und beschlossen an einer nicht besiedelten Landzunge zu kampieren. Blöderweise war das Höhenprofil nicht zu erahnen gewesen und so mussten wir am Ende dieses heißen Tages auch noch einen unanständig steilen und noch dazu steinigen Weg hochfahren, entdeckten aber immerhin auf der Kuppe einen perfekten Zeltplatz. Während ein Gewitter in unsere Richtung rollte, kochten wir schnell Nudeln und bauten das Zelt auf. An diesem Tag verschonte uns Zeus noch einmal – gab uns aber nur eine Gnadenfrist.

Der nächste Tag sollte nach Möglichkeit unser Ruhetag werden. Wir begannen ihn mit der Besichtigung der Eulen-Höhle, auf die direkt an unserem Schlafplatz ein kleines selbstgemaltes Schild hinwies. Ein verschlungener, teilweise kaum auszumachender Pfad führte uns dorthin und tatsächlich öffneten sich dort angekommen eine stattliche Höhle mit Blick aufs Meer. Eulen konnten wir dort nicht entdecken, jedoch einige Tropfsteine und Keramikscherben, vielleicht byzantinischen Ursprungs, vielleicht aber auch chinesischen. Ein gut verpacktes Kletterseil verriet uns die typische Nutzung dieses offenbar echten Geheimtipps.
Im Anschluss steuerten wir den nächsten Campingplatz im 5 Kilometer entfernten Nea Iraklitsa an, den Kathrin bereits am Vortag angesteuert hatte und wo auch wir nun den Tag über bleiben wollten. Die Aussicht auf einem trockenen Stück Erde zwischen den beiden in die Jahre gekommenen Waschhäusern zu zelten, ließ uns jedoch davon Abstand nehmen. In der Annahme, der nächste Campingplatz in 10 Kilometern könne nur schöner sein, da dies kein Kunststück wäre, radelten wir weiter. Dort angekommen mussten wir jedoch feststellen, dass es diesen gar nicht mehr gab. Unser Ruhetag entwickelte sich also alles andere als ruhig. Nun mussten wir auch noch durch die Stadt Kavala und ihr anschließendes Industrie- und Gewerbegebiet fahren. Da wir davon ausgegangenen waren, dass Kavala die letzte richtige Stadt auf unserem Weg durch Griechenland sein sollte, wollten wir uns zudem noch mit einigen Euro-Banknoten eindecken. Auch hier kostete es uns einige Nerven und Versuche mit beiden Kredit- sowie der EC-Karte bis wir Erfolg hatten.

Der östlich der Stadt gelegene Campingplatz erwies sich dann aber als genau die richtige Wahl: Schattig, direkt am Wasser, ruhig und alles sehr entspannt. Sogar unsere Hängematte konnten wir (zum zweiten mal auf unserer Reise) aufhängen.

Wir strengten uns an, uns zumindest noch einen halben Tag auszuruhen, was rückblickend betrachten dann doch etwas zu wenig war.

Denn tagsdrauf wurde zunächst die Ödnis unerträglich: Endlose gerade Landstraßen an trockenen Feldern entlang, die nicht einmal von Dörfern durchbrochen wurden. Für eine Pausen bogen wir extra in ein Dorf ab und fanden unter ein paar Bäumen auf dem Dorfplatz eine schattige Bank. Während wir unsere fettigen gefüllten Pfannkuchen verzehrten, kam ein älterer Herr in Gummistiefeln (trotz Trockenheit und 28 Grad) herbei, inspizierte unsere Fahrräder und wollte sich mit uns unterhalten. Wenn wirklich keine gemeinsame Sprache gefunden werden kann, erzählen wir mittlerweile einfach auf Deutsch was wir machen und versuchen dies mit Gesten zu unterlegen. Ein tiefgründiger Austausch kommt dabei nicht zustande, aber es ist immer wieder nett und lustig, dass die Leute ganz ohne Scheu auf uns zukommen und gerne mehr erfahren würden. Unbeantwortet blieb leider auch unsere Frage, ob sein Schuhwerk nicht etwas warm sei, angesichts der Temperaturen. Schon bei diesem Dorf hatten wir uns gefragt, warum man gerne in dieser weiten öden Landschaft lebt, wobei sich ein Thrakier bei einer Stippvisite des Bergischen Landes an einem verregneten Novembertag ggf. auch Gedanken um den finsteren Film macht, auf dem sich seine Bewohner befinden.
Für uns wurde es jedenfalls nun mit jedem Ort karger und rauer. Bereits jetzt im Mai war alles dort staubig und vertrocknet, kein Fleckchen Grün war noch zu entdecken. Wir begegneten zwei belgischen Radreisenden, mit denen wir ein Stück fuhren und unsere Erfahrungen austauschten, als uns bewusst wurde, dass mal wieder ein Gewitter im Anmarsch war. Wir traten ordentlich in die Pedale, der von uns eingeplante Campingplatz für diese Nacht war nicht mehr weit und wir waren optimistisch dies noch zu schaffen. Das hätte auch geklappt, wären wir den Schildern gefolgt und hätten uns nicht auf die Navigation verlassen, die schließlich auf einem Acker endete hinter dem sich eine Sumpflandschaft als unüberwindbare Hürde anschloss. Und dann stürzte über uns der Himmel zusammen. Der Acker verwandelte sich in wenigen Augenblicken in einen großen Morastkübel, aus dem wir die Fahrräder kaum noch rauszerren konnten, binnen Sekunden waren Bremsen, Schaltauge und der Raum zwischen Schutzblech und Reifen über und über mit zähem Matsch zugesetzt. Der dichte Regen, tosender Wind und Donnergrollen führte dazu, dass wir uns zu allem Überfluss auch noch aus den Augen verloren. Julia suchte den Weg zurück zur Hauptstraße, in der Annahme, Tilmann dort anzutreffen und Tilmann suchte Julia mit zunehmender Verzweiflung, in der Annahme, der Sumpf hätte sie verschlungen. Über uns schoss Zeus seine Blitze und Donner auf uns nieder und bestrafte uns im Auftrag von Aergia dafür, dass wir uns nicht länger ausgeruht hatten. Glücklicherweise versank keiner im Moor und niemand wurde von einem umknickenden Strommast erschlagen. Die freudige Wiedervereinigung gelang zwei Stunde später auf dem Campingplatz, der während der verzweifelten Momente im Unwetter auf offenem Feld die ganze Zeit nur einen Steinwurf entfernt gewesen war.

Nach diesen Strapazen ließen wir das Zelt in der Tasche und bezogen einen kleinen Bungalow, was angesichts des weiter zunehmenden Sturms, trotz des für Griechenland typisch schlechten Preis-Leistungsverhältnisses die richtige Entscheidung war. Mittlerweile war auch Kathrin eingetroffen, die eisern ihr Zelt aufbaute, sich es sich jedoch nicht nehmen ließ, uns noch in unserem Bungalow zu besuchen. Gemeinsam grübelten wir, wie wir am besten nach Istanbul weiterreisen sollten, bekanntlich führen auch viele Wege dahin und wir entschieden uns schließlich für unterschiedliche.

Doch vor der Ankunft in unserem ersten Etappenziel Istanbul galt es noch ca. 160 km Griechenland zu bewältigen, was sich als nicht ganz einfach herausstellte. Denn zunächst wurden wir mit starkem Gegenwind davon abgehalten zügig weiterzureisen, weshalb wir nach den ersten Kilometern Reise am Folgetag gerne noch einmal zu einem auf einem Schild angekündigten Thermalbad abbogen. Die Kuranstalt hatte wirklich schon bessere Zeiten gesehen. Zunächst dachten wir, dass dort nur noch ein Staubbad möglich sei, alle Häuser lagen schon ohne Fenster oder Türen verlassen da; die Natur eroberte sich diesen Komplex zurück. Um die Ecke entdeckten wir etwas weiter hinten dann doch zwei garagengroßen Häuschen, die noch Intakt schienen und einen Mann davor, der scheinbar zuständig war. Mit sehr gebrochenem Englisch bestätigte er uns, dass wir gerne baden könnten und zeigte uns die beiden einfachen Bäder nach Männer und Frauen getrennt. Das Wasser war 39 Grad warm und genau das richtige für unsere durchtrainierten Beine (die wir nie dehnen). Der Badeaufseher erzählten uns hinterher, dass in den 90ern noch ein reger Badebetrieb hier herrschte, aber mittlerweile hauptsächlich Schildkröten, Hasen und Füchs vorbeischauen. Auf ein gewissenhaftes Schließen der Türen sei in jedem Fall dringend zu achten, damit sich nicht auch Schlagen Zutritt zu den Becken verschafften.

Sehr entspannt fuhren wir weiter, ließen uns aber von dem Gegenwind bald wieder von der Straße abbringen und ein Café aufsuchen. Dort herrschte reger Betrieb, auffällig waren zahlreiche Frauen in Militäruniform. Eine half uns dann bei unserer Bestellung (etwas ohne Fleisch – puh schwierig…“auch keine Muscheln?“) und erzählte, dass ein Militärstützpunkt ausschließlich für Frauen in der Nähe sei. Da alle dort Bier tranken, genehmigten wir uns auch eines, was unsere Lust weiter gegen den Wind anzukämpfen noch zusätzlich schmälerte. So schrieben wir zunächst unseren Nordmazedonien-Bericht zu ende und konnten diesen endlich veröffentlichen. Im Anschluss fuhren wir noch einmal ca. 10 Kilometer und suchten uns auf einem Friedhof ein ruhiges Plätzchen, wo wir den Abend abzuwarten gedachten. In der üblicherweise windstilleren Nacht wollten wir, wie dereinst auf dem Donauradweg, weiterziehen. Unsere Hoffnung bezüglich des Windes trat ein, allerdings merkten wir ebenfalls, dass eine Bike-Ride-Night in Griechenland nicht das gleiche ist, wie in Österreich. Schlechte Wege, in der Dämmerung unüberquerbare Furten und uns abermals verfolgende Hundehorden nagten vor allem an Julias Nerven, sodass wir nach weiteren knapp 25 Kilometern im erst besten Dorf eine Frau (die, wie sich rausstellte keine Griechin sondern eine Türkin war) ansprachen, ob wir eventuell in ihrem Garten zelten könnten. Obwohl wir uns kaum verständigen konnten, verstand sie sogleich, nahm uns im Handumdrehen ins Schlepptau und führte uns in einen wunderschönen gepflegten Garten mit Golfrasen, perfekt geeignet für ein Zelt, dass wir sogleich geneigt waren aufzuschlagen. Doch sie schüttelte den Kopf, führte uns in eine Art Wohnzimmer mit Küchenzeile und zeigte auf die beiden Sofas. Sehr überrascht und dankbar nahmen wir das Angebot an und obwohl wir ein Essen abgelehnt hatten (wir waren wirklich nicht hungrig) bekamen wir von ihrem Mann noch 2 Sandwich, 2 Eier und 2 Trinkpäckchen gebracht. Beide verschwanden dann aber umgehend in ihren eigenen separat liegenden Zimmern und wir waren auch ganz froh, dass wir nun nicht mehr mit Händen und Füßen reden mussten, sondern uns schnell hinlegen konnten. Das ganze „Geschäft“ zwischen erstem Ansprechen und in Frieden uns selbst überlassen werden (mit Essen versorgt und Dach über dem Kopf) war in weniger als 5 Minuten abgewickelt gewesen.

Jetzt wollten wir es aber endlich aus Griechenland raus schaffen, sagten wir uns am nächsten Morgen und Tilmann wünschte sich außerdem am nächsten Tag, seinem Geburtstag, in der Türkei zu Frühstücken. Unser Weg führt uns zunächst parallel zu Autobahn nach Alexandroupolis und wir stießen erneut an die Via Egnatia. Zur Küste hin wurde die Gegend hügelig und schroff und der Blick aufs Meer war einmal wieder atemberaubend. In Alexandroupolis – einer mäßig attraktiven Hafenstadt mit vielen Restaurants für Besuchermassen – gingen wir mit voller Überzeugung bei Lidl einkaufen. Dorthin hatte uns vor allem ein Produkt gelockt, dass wir vorher schon einmal entdeckt, aufgrund seiner mangelnden Kompatibilität mit unserem Reisestil jedoch bisher verschmäht hatten. Nun begehrten wir es aber dringend: 800 Gramm veganer Feta-Väse! Diesen verkochten wir am Abend zu einer Väse-Lauch-Suppe, die einfach köstlich war. Vor diesem Vergnügen jedoch wieder: Öde Agrarflächen und Gegenwind. Auf einer verwilderten Festwiese mit Schatten spendenden Platanen legten wir eine längere Pause ein und freuten uns, als danach die Gegend wieder grüner wurde.

Bald steuerten wir auf die Grenze zu und waren zuversichtlich es heute noch in das neue Land zu schaffen. An einem Flusslauf begegneten wir bei der Querung einer Furt (diese war so flach und zudem betoniert sodass wir sie erstmalig tatsächlich befahren konnten), wie zuletzt im österreichisch-ungarischen Grenzgebiet einer Gruppe Geflüchteter, wieder junge Männer, die etwas ziellos herumstanden. Sie sprachen uns an und wollten Unterstützung bei der Weiterreise. Da wir diese erneut nicht leisten konnten, gaben wir ihnen zumindest eine Packung Nüsse, einen Vorsatz, den wir uns bei unserer letzten Begegnung mit Geflüchteten in Österreich gemacht hatten. Sie bedankten sich freundlich.

Es waren nur noch wenige Kilometer bis zu Grenze und von einer Anhöhe aus war die Türkei bereits zu sehen. Doch während wir von einem Pfad über eine Wiese, der kaum noch als solcher zu erkennen war, ausgebremst wurden und es immer später wurde, kam uns der Gedanke, dass wir im Grenzgebiet besser nicht in der Wildnis zelten sollten, wer weiß, was die Polizei davon halten würde. Beim letzten griechischen Dorf vor der Grenze entschieden wir, dass es zu spät für die Überquerung und eine anschließende Schlafplatzsuche war, wir brauchten jetzt einen etwas geschützten Platz. Also fragten wir bei dem ersten Dorfbewohner, der einen schönen großen Garten hatten, ob wir unser Zelt nicht dorthin stellen könnten. Er wollte uns aber nicht in seinen Garten lassen, sondern wies auf einen vertrockneten Flecken davor, auf dem sein Traktor parkte, mit Blick auf die lange Schlange von LKWs, die hier an der Grenze rasten mussten und bestimmt teilweise nachts wieder starten würden. Ein charmeloser Ort und ein schamloses Angebot, zumal der ältere Herr behauptete, dass die schattenlose Ödnis jenseits des Zaunes genauso gut sei wie sein Garten. Wir wollten es daher woanders versuchen. Das nächste Ehepaar verstand unser Anliegen nicht ganz, und verwies darauf, dass ein Campingplatz im 30 Kilometer entfernten Alexandroupolis sei, wo wir ja gerade herkamen. Schließlich fragten wir jeweils in zwei von drei Café Bars in dem Ort mit 50 Einwohnern, was wir hätten gleich tun sollen. Beide Gastwirte waren sehr freundlich und sagten, wir sollten im Schulgarten zelten.

Der Schulgarten entpuppte sich als ein zugewuchertes Grundstück in der Mitte des Dorfes, auf dem ein Pferd graste. Die Schule wurde schon lange nicht mehr als Schule genutzt – wie wir gleich erfuhren, da es nur noch zwei Menschen im schulpflichtigen Alter in Kipoi gibt – die Tür stand aber offen und so gingen wir hinein und fragten, ob das mit dem Campen wirklich in Ordnung sei. Niemand hatte ein Problem damit und schnell kam ein Mädchen hinzu, dass aufgrund ihrer Münchener Herkunft perfekt Deutsch sprach. Sie hatte die Bayrische Hauptstadt vor zwei Jahren gegen dieses gottverlassene Dorf am Ende der EU getauscht, um bei ihrer Tante zu leben und verbrachte ihre Zeit neben der Beendigung ihrer deutschen Schulausbildung via Internet damit verletzte und zum schlachten freigegebene Tiere (das Pferd) in Obhut zu nehmen. Als wir auf das Thema Flüchtlinge kamen warnte sie uns, dass diese gefährlich seien und ihren besten Freund schon mit dem Messer bedroht hatten, was gegensätzlich zu unseren heutigen Erfahrungen war. In der Nacht weckte uns das irrwitzige Gebelle und Geheule der Dorfhunde, das nicht enden wollte und es ist unbegreiflich für uns, dass die Dorfbewohner*innen, damit leben können.

Am Morgen gab es einen Geburtstagskuchen in Griechenland und wie gewünscht das Geburtstagfrühstück dann in der Türkei. Doch dazu mehr beim nächsten Mal, wenn es wieder heißt: Appi Dappi, Vollgas!


Offenbar kursieren selbst unter Lesern dieses Insider-Blogs Gerüchte, dass wir nicht wirklich auf einem Dachboden der Wiesbadener Goebenstraße sitzen, sondern tatsächlich der absurden Idee einer Weltreise per Fahrrad nachgehen. Das ist natürlich Unsinn, hängt aber wohl damit zusammen, dass wir bei unseren letzten fiktiven Berichten keine entsprechenden Gegenbeweise mehr angebracht haben. Das wollen wir nun mit dem folgenden Foto nachholen. Es zeigt uns auf dem Dachboden mit der gestrigen Ausgabe des Wiesbadener Kuriers. Es gibt wohl niemanden der ernsthaft annehmen möchte, dass man dieses Druckerzeugnis in Istanbul (auch wenn es sich um eine Weltstadt handelt) auftreiben könne.

Aktuelle Serienempfehlungen:

-Bir Başkadır

-Fatma

-Atiye

8 Gedanken zu “warum will die schildkröte die straße überqueren? 🇬🇷

  1. Super wieder appidappi zu lesen ;so sind sie die Griechen. Das mur den Hunden auch.
    Bleibt weiter auf dem Dachboden und schickt Bilder und Berichte.

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